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 Professor Dr. Dr. Harm Klueting

 

1. Zu unqualifizierten Unterstellungen in der Internetplattform http://www.kreuzgang.org

Was man so alles findet ... . In der Internetplattform http://www.kreuzgang.org fand ich folgenden Sätze zu meiner Person, die ein "Allons" verfasst hat:

"Ziemlich unklar wird es, als er [H. Klueting] seinen Ruf ins rumänische Sibiu/Hermannstadt beschreibt und mehrfach auf seine dortige 'Professur' hinweist, wohl als Beleg, daß er sich auch in Deutschland 'Professor' nennen darf. [...] Er hat also allen Ernstes in Deutschland durchgesetzt, sich hier ordentlicher (!) Professor nennen zu können, ohne je als solcher in Hermannstadt tätig gewesen zu sein! [...] Der Gedanke, der mir kam, als ich das herausfand, lautete: 'Gib mir einen Titel, und ich bin wichtig!'  Dieser Vorgang läßt zumindest auch ein düsteres Licht auf Klütings Konversion fallen und Fragen zur Motivation seiner Konversion aufkommen. Oder habe ich hier unangemessene Rückschlüsse gezogen und über das Ziel hinausgeschossen?"

"Allons" hat unangemessene Rückschlüsse gezogen und - erheblich - über das Ziel hinausgeschlossen:

1. Die Bezeichnung "Professor" wurde mir am 2. Juni 1989 durch den Minister für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen verliehen, beinahe 13 Jahre bevor ich erstmals den Boden Rumäniens betrat. Ich bedurfte nie eines rumänischen Professorentitels, um mich in Deutschland "Professor" nennen zu dürfen. 

2. Ich habe mich weder in Deutschland noch in einem anderen Land je als "ordentlicher Professor" - oder als "o. Professor" - bezeichnet. In Deutschland existiert diese Amtsbezeichnung seit der Novellierung des Hochschulrahmengesetzes (HRG) von 1976 im Jahre 1987 überhaupt nicht mehr. In Rumänien wurde mir mit Urkunde vom 16. Juli 2002 die "Amtsbezeichnung 'außerordentlicher Professor'" verliehen, und zwar mit dem Zusatz "Weil laut Unterrichtsgesetz ein Ausländer zur Zeit nur diese Bezeichnung führen kann". Die Urkunde liegt zweisprachig (deutsch / rumänisch) vor. Die rumänische Amtsbezeichnung eines "a.o. Professor" (rumänisch: "profesor asociat") für mich als ausländischen Inhaber eines Lehrstuhls an einer Hochschule in kirchlicher Trägerschaft in Sibiu (Rumänien) wurde aufgrund meines Antrags vom 26. August 2002 von der Zentralstelle für ausländisches  Bildungswesen beim Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder der Bundesrepublik Deutschland (Bonn) bzw. durch das Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen am 12. Juni 2003 amtlich nostrifiziert. Damit wurde mir gestattet, die mir in Rumänien verliehene Amtsbezeichnung in Deutschland mit dem Zusatz "(RO)" für "Rumänien" zu führen, jedoch nur so lange, wie ich Inhaber meines Lehrstuhls in Rumänien sei.

3. Inhaber des Lehrstuhls für Kirchengeschichte in Sibiu war ich bis zu meinem Rücktritt. Der Rücktritt von meinem Lehrstuhl in Rumänien erfolgte durch Erklärung vor einem Notar in Deutschland. Die Notariatsurkunde, von der sich eine Ausfertigung in meinen Akten befindet, wurde dem damaligen Bischof der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien und dem damaligen Dekan der Fakultät in Sibiu als Apostille gemäß der zwischenstaatlichen Regelungen in der internationalen Konvention von Den Haag von 1961 amtlich zugestellt. Der im Internet kursierende Studienjahrs-Bericht des damaligen Dekans, auf den "Allons" sich mit seinen Unterstellungen glaubt beziehen zu können, erwähnt meinen Rücktritt von meinem Lehrstuhl durch Erklärung vor einem Notar in Deutschland nicht und ist insofern irreführend und falsch.

4. Wenn "Allons" so brennend an der Motivation meiner Konversion von der evangelischen zur römisch-katholischen Kirche interessiert ist, dass er diese Gewissensentscheidung "in einem düsteren Licht" sieht, so will ich mich als Seelsorger gern zu einem persönlichen seelsorgerlichen Gespräch mit ihm zur Verfügung stellen und ihm bei dieser Gelegenheit die Motivation meiner Konversion erläutern.

1. Januar 2011                  Professor Dr. Dr. Harm Klueting

 

 

2. Zur Rezension von Eike Wolgast

Prof. Dr. phil. Eike Wolgast, emeritierter Frühneuzeit-Historiker der Universität Heidelberg, hat in der "Zeitschrift für historische Forschung" Bd. 36 (2009), Heft 3, S. 530-532 eine Rezension zu H. Klueting, "Das Konfessionelle Zeitalter" (2007) verfasst und dazu folgenden Brief erhalten:

 

Herrn Prof. Dr. Eike Wolgast

Frauenpfad 15, 69221 Dossenheim

20. September 2009

Sehr geehrter Herr Kollege Wolgast,

was soll man nur zu Ihrer Rezension meines Buches "Das Konfessionelle Zeitalter" von 2007 in der "Zeitschrift für historische Forschung" sagen? - Vielleicht dieses: Ihre Rezension steht gänzlich singulär unter mehr als zwei Dutzend überwiegend ausgezeichneten Rezensionen aus dem In- und Ausland da, die ausnahmslos alle zu einem völlig anderen Urteil kommen als Sie.

Das verlangt eine Erklärung - zumal sich die Auseinandersetzung mit den Einzelheiten erübrigt, so mit der von Ihnen repetierten protestantischen Lebenslüge, die die Kirche vor dem Tridentinum als "altkirchlich" statt als "katholisch" bezeichnet wissen will.

Mir gelangte Ihre Rezension am 18. November gegen 17.00 Uhr in der Kölner Universität zur Kenntnis. Als Geistlicher meiner - der römisch-katholischen - Kirche hatte ich anschließend einen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Pantaleon in Köln. Die Vesper, die der Heiligen Messe um 18.30 Uhr voranging, umfasste nach der Ordnung des Stundenbuches die Lesung von Psalm 27. Sollte die Erklärung für Ihre Rezension am Ende in Ps 27,12 zu finden sein?

Der Ergänzungsband, von dem Sie zutreffend sagen, dass er im August 2008 noch nicht vorlag, ist im Sommer 2009 im Umfang von 677 Seiten erschienen. So ist das nun einmal, dass Bücher manchmal später erscheinen, als der Verfasser es sich gewünscht hätte.

Mit besten Grüßen, Ihr

Prof. Dr. Dr. Harm Klueting

 
Ps 27,12 nach der Einheitsübersetzung, die dem deutschsprachigen Stundenbuch zu Grunde liegt: "Gib mich nicht meinen gierigen Gegnern preis: denn falsche Zeugen stehen gegen mich auf und wüten". - Nach dem Text der Lutherbibel: "Gib mich nicht in den Willen meiner Feinde; denn es stehen falsche Zeugen wider mich und tun mir Unrecht ohne Scheu".

 


 

3. Zur Rezension von Markus Wriedt

 

Prof. Dr. theol. Markus Wriedt hat in der Zeitschrift "Archiv für Reformationsgeschichte", Bd. 39 (2010) eine Rezension zu H. Klueting, "Das Konfessionelle Zeitalter" (2007) verfasst und dazu am 9. Februar 2011 ein eMail erhalten:

 

Sehr geehrter Herr Kollege,

zu Ihrer Rezension meines Buches in ARG 39 (2010): Die von Ihnen aufgezeigten Defizite bestehen tatsächlich. Ich teile Ihre Meinung. Nur sollten Sie das Vorwort (dort Absatz 2) zur Kenntnis nehmen. Dann wäre Ihnen bekannt, dass ich ein Manuskript für ein 900-Druckseiten Buch verfasst habe, das alle diese Defizite nicht aufweist. [...] Ferner sollten Sie zur Kenntnis nehmen, dass 2009 der in diesem Vorwort angekündigte Ergänzungsband erschienen ist, der immerhin 677 Seiten umfasst, die Fülle der Literatur präsentiert und wenigstens hier und da die Forschungsdiskussion aufnimmt. Mehr war angesichts der Umstände leider nicht möglich. Von der ursprünglichen, auf 900 Druckseiten angelegten Fassung, die sich in meiner Schublade und in verschiedenen Computerdateien befindet, heisst es im Vorwort dieses Ergänzungsbandes (Absatz 1): "Es ist unwahrscheinlich, ob das Gesamtmanuskript jemals veröffentlicht werden kann". Ohne Erwähnung dieser Umstände ist eine Rezension wie die Ihre, so zutreffend die von Ihnen aufgezeigten Defizite auch sind, nicht frei von Unfairness.

Mit freundlichen Grüssen, Ihr H. Klueting

 

 

 

 

 

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